Bereits im Jahre 1915 wurde durch Wilhelm Nunn, dem Gründer der späteren Aufzugfabrik Wilh. Nunn KG, der Grundstein für das spätere Familienunternehmen gelegt.
Bis zum Schritt in die Selbständigkeit war Wilhelm Nunn ein Pionier in der frühen Aufzugstechnologie und für verschiedene Unternehmen in Baden-Württemberg als Obermonteur, später als Ingenieur, tätig.

Durch berufliche Aufgaben fand er den Weg nach München, wo er im Herzen der Stadt (Lehel) sein Unternehmen im Jahr 1920 offiziell eintragen ließ. Bereits zu diesem Zeitpunkt fertigte das Unternehmen eigene Antriebe und Kabinen. Ebenso war der Steuerungsbau ein innovativer Geschäftsbereich.
Der Nachfolger und Sohn des Firmengründers, Willy Ernst Nunn (geb. 1902), wurde frühzeitig auf seine Aufgabe vorbereitet.
Als Oberingenieur, ein Titel der einem heutigen Maschinenbau-Ingenieur (FH) entspricht, war er u.a. in der fördertechnischen Abteilung bei einer namhaften und bedeutenden Werft in Hamburg als Konstrukteur und später als Konstruktionsleiter tätig.
Dort war er für große Krankonsysteme im europäischen Ausland unterwegs. Mit den politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen des zweiten Weltkrieges veränderte sich der Markt. Inzwischen erkrankte der Vater, der seither an den Rollstuhl gefesselt war. Der Ruf in das elterliche Unternehmen war daher die naheliegende Konsequenz.
Die darauffolgenden Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs brachten mehrere Schicksalsschläge mit sich. So wurde das produzierende Unternehmen mehrmals derartig bei Luftangriffen in Mitleidenschaft gezogen, dass teilweise keine Fabrikation mehr möglich war. Willy Ernst Nunn, ein absoluter Kritiker des damaligen Regimes, wurde in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt, das jedoch durch hilfreiche Freunde in einen hochgefährlichen Fronteinsatz bei den berüchtigten Strafkompanien umgewandelt werden konnte. Erst seine Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft im Jahre 1949 machte die Fortsetzung der Aktivitäten und den Wiederaufbau möglich.
Inzwischen war das Unternehmen auf die östliche Seite Münchens gesiedelt und wurde für einige ehemalige Studienkollegen und Helfer in schweren Zeiten der erste Arbeitgeber nach Kriegsende. Gemeinsam brachte man das Unternehmen wieder nach vorne.
Von seinen vier Kindern aus erster Ehe waren anfangs beide Söhne im Unternehmen. Der Dipl.-Kaufmann Walter Nunn übernahm mit relativ jungen Jahren den Steuerungsbau, den er später verselbständigte und das Unternehmen zu einem bedeutenden Anbieter entwickelte. Der zweite Sohn Helmut Nunn wanderte in die USA aus und übernahm dort, nach seinem Studium der Chemie, eine wichtige Aufgabe in der Zulassungsstelle für Pharmazeutika.
Nach dem Tode von Willy Ernst Nunn 1974, übernahm seine zweite Frau, Margareta Nunn, die inzwischen bereits die kaufmännischen Aufgaben verantwortete, die Geschäftsführung. Heute wird das Unternehmen weiterhin aus der Familie heraus geführt. Vier Generationen lassen sich auf dem Familienbild finden. Im August 2007 trat Bernd Svoboda, Ehemann der einzigen Tochter von Margareta und Willy Nunn, Gitta Svoboda, die Geschäftsführung an.
Sohn Wolfgang, der als Industrieanlagen- und Geräteelektroniker seinen beruflichen Weg bei einem internationalen Hersteller von Aufzugssteuerungen begann und zuletzt die Qualitäts- und Reparaturabteilung leitete, trat im August 2008 im Alter von fast 30 Jahren in das Unternehmen ein. Tochter Natascha hat Ihre Ausbildung zur Automobil-Kauffrau erfolgreich abgeschlossen. 2010 vertrat sie als Faschingsprinzessin Natascha II. - die Elevatorin die Landeshauptstadt München. Im WS 2010/11 wird sie Ihr BWL-Studium beginnen. Derzeit sammelt sie mit nationalen und internationalen Praktika wertvolle Erfahrungen bei namhaften Unternehmen.
Die Aufgabe in den letzten beiden Jahren war es, das Unternehmen neu zu strukturieren und in wesentlichen Bereichen zu modernisieren. Nachdem weitere qualifizierte Führungskräfte für die Bereiche Neuanlagen, Modernisierung, Service und der Ausrichtung von Prozessen im Haus gewonnen werden konnten, gehört das Familienunternehmen zu einem wichtigen und seriösen Anbieter von Personen-, Lasten- und Kleinlastenaufzügen, sowie fördertechnischen Sonderanlagen.
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